Dienstag, 16. Juni 2009

Vergangene Stunden

Seit Stunden sitze ich nun schon an diesem Ort,
In meinem Kopf herrscht wilder Krieg.
1000-mal die gleiche Frage: Warum nur bist du fort?
Warum nur errang der Tod den allerletzten Sieg?

Der Wind spielt mit den Bäumen,
Um mich herum riecht es nach Frieden.
Ich versinke immer weiter in meinen Träumen,
Wo wir endlich wieder beieinander liegen.

Mein Herz ist so schwer, die Trauer so groß.
Ich hielt dich noch in meinen Armen vor so kurzer Zeit,
Treu und zufrieden lagst du in meinem Schoß.
Doch jetzt packt mich die kalte Einsamkeit.

Oben im Wald, an unserem Fleck,
Herrscht nun bedrückende Leere.
Denn du bist von hier für immer weg.
Was bleibt von meiner einstigen Stärke?

Ich denke zurück an unsere schönen Jahre,
Die kostbarste Zeit in meinem Leben.
So viel gab es von dir zu erfahren,
Von dir konnte ich all meine Liebe nehmen,
Und dir all meine Schmerzen geben.

Noch 2 Wochen vor dem jähen Ende,
Ranntest du mit uns über schneebedeckte Wiesen.
Und spieltest mit uns im weiten Gelände.
Inmitten all den weißen Flocken die uns um die Nase bliesen,
Konnten wir einfach nur den Moment genießen.

Von diesen glücklichen Augenblicken gibt es so viele,
Und alle bewahre ich tief in mir für immer.
Denn wann immer ich versinke im unendlichen Kummer,
Werde ich mich in dieses Glück vertiefen.

Doch Erinnerungen allein genügen nur schwer.
Ich will dich wieder zurück in der Wirklichkeit.
Denn jetzt wo du weg bist gibt es nichts mehr,
Von deiner einzigartigen Geborgenheit,
Welche ich so hoffte zu besitzen für die Ewigkeit.
Ohne dich fühle ich mich oft hilflos und leer,
Und werde zur leichten Beute für das packende Leid.

© by Sarah, Juni 2007

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