Mittwoch, 11. März 2015

Steine


Wenn wir uns jemals verlieren
Mach dir bitte keine Sorgen
Denn egal wo du bist, ich werde dich finden
Solange es mich gibt, bist du niemals verloren

Auch wenn ich manchmal schreien muss
Weil du mich wütend machst
Kann ich doch alles gut machen, mit einem Kuss
Und weiß wir sind, du bist ok, wenn du am Ende lachst

Auch wenn ich dich manchmal zum Weinen bringe
So bin ich trotzdem bei dir, und bleibe, wenn du weinst
Auch wenn ich manchmal mit den Zweifeln ringe
Weiß ich, dass ich nur mit dir, du nur mit mir scheinst

Ich wollte es nicht einfach
Deshalb habe ich dich genommen
Denn zusammen sind wir mutig, nicht mehr schwach
Und haben durch uns zwei schon jetzt gewonnen

Werd ich unsicher, bleibst du stark
Bist du krank, pfleg ich dich gesund
Ich weiß was du, du weißt was ich mag
Wird's mir zu eintönig, färben wir unsere Welt einfach bunt

Weiß ich nicht weiter, kennst du den Weg
Ist mir das Leben zu gerade und vollgeplant
Überraschst du mich und lachst nur schräg
Als hättest du es schon geahnt

Auch wenn es nicht immer passt
Auch wenn wir manchmal gegeneinander laufen
Haben wir doch noch keine Chance verpasst
Uns immer wieder zusammenzuraufen

Unsere Liebe ist Arbeit
Streiten, Weinen, Kämpfen, mit Schweißtropfen
Du gibst mir alles, bist mein Stückchen Freiheit
Wenn ich dich sehe, bekomme ich nach all den Jahren immer noch Herzklopfen

Denn deine Hand passt genau in meine
Statt wegwerfen heißt es für uns noch reparieren
Statt wie Blätter im Wind sind wir wie Steine
Formen uns gegenseitig, langsam, sanft, aber doch immer weiter
Ohne uns selbst, ohne uns zusammen
Ohne unsere Liebe jemals zu verlieren


© by Sarah, August 2014

Kleines Würmchen


Was soll man machen, wenn da nur die Stille rauscht
Was soll man machen, wenn es nicht schreit
Wenn man mit allen Sinnen hofft und auf jeden Laut lauscht
Und wenn nichts da ist, was soll man machen mit diesem Leid?

Wie durch einen Tunnel schaue ich nach vorn
Doch verschwimmt die Zukunft, sie ertrinkt in unseren Tränen
In dieser Stunde haben wir dich, haben wir alles verlor'n
Das Blut bleibt stehen, gefror'n in meinen Venen

Du warst so klein, und doch schon das Größte
Doch hielt ich kein Leben in meinen Händen
Du warst ganz verschmiert und schrumplig, und doch schon das Schönste
Doch war es dein Tod, der uns vom gemeinsamen Glück trennte

Immer die gleiche Frage nach dem warum
Warum mussten wir dich wieder gehen lassen
Warum hast du nicht geweint, warum bliebst du stumm
Warum mussten wir vor Leid, und nicht Glück weinen

Die bunten Stofftierchen hängen im Zimmer
Jeden Tag sehnsüchtig berührt, und doch verstaubt
Deine kleinen Hände sollten nach ihnen tasten, im bunten Lichterschimmer
Doch nun sind wir dieser Momente beraubt

Monatelang haben wir uns gefreut
Und trotz dieser tiefen Trauer nun
haben wir nichts davon bereut
Würden alles genau wieder so tun

Denn es gibt keine Gründe
Denn es ergibt keinen Sinn
Wenn unser Glück nur im Konjunktiv bestünde
Wo führte das Hier und Jetzt dann noch hin?

Drum nehmen wir dich als das, was du warst
Das größte Geschenk der Welt
Auch wenn du nun in der Stille verharrst
Bleibst du bei uns, für immer, die Erinnerung, sie hält


© by Sarah, Mai 2014