Was soll man machen, wenn es nicht schreit
Wenn man mit allen Sinnen hofft und auf jeden Laut lauscht
Und wenn nichts da ist, was soll man machen mit diesem Leid?
Wie durch einen Tunnel schaue ich nach vorn
Doch verschwimmt die Zukunft, sie ertrinkt in unseren Tränen
In dieser Stunde haben wir dich, haben wir alles verlor'n
Das Blut bleibt stehen, gefror'n in meinen Venen
Du warst so klein, und doch schon das Größte
Doch hielt ich kein Leben in meinen Händen
Du warst ganz verschmiert und schrumplig, und doch schon das Schönste
Doch war es dein Tod, der uns vom gemeinsamen Glück trennte
Immer die gleiche Frage nach dem warum
Warum mussten wir dich wieder gehen lassen
Warum hast du nicht geweint, warum bliebst du stumm
Warum mussten wir vor Leid, und nicht Glück weinen
Die bunten Stofftierchen hängen im Zimmer
Jeden Tag sehnsüchtig berührt, und doch verstaubt
Deine kleinen Hände sollten nach ihnen tasten, im bunten Lichterschimmer
Doch nun sind wir dieser Momente beraubt
Monatelang haben wir uns gefreut
Und trotz dieser tiefen Trauer nun
haben wir nichts davon bereut
Würden alles genau wieder so tun
Denn es gibt keine Gründe
Denn es ergibt keinen Sinn
Wenn unser Glück nur im Konjunktiv bestünde
Wo führte das Hier und Jetzt dann noch hin?
Drum nehmen wir dich als das, was du warst
Das größte Geschenk der Welt
Auch wenn du nun in der Stille verharrst
Bleibst du bei uns, für immer, die Erinnerung, sie hält
© by Sarah, Mai 2014
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