Freitag, 12. Juni 2009

Ausgesetzte Hoffnung

Jetzt bis du weg,
Versteckt hinter einer unüberwindbaren Mauer.
Meine Ungewissheit droht mich zu erdrücken,
Du jedoch spielst weiter Verstecken.
Fort, noch weiß ich nicht ob auf Dauer,
Doch ich höre nichts was sich regt.

Draußen vor der eisernen Tür,
Das ist der Ort an dem ich kniend kaure.
Du liegst drinnen; tief in mir,
Verborgen, verzerrt von einem schmerzenden Schauer.

Während du noch gerade verzweifelt und frisch,
Dir tropfend betrachtest deine Schmerzen.
In mir ein weiteres kleines Lichtchen erlischt,
Vernichtet von deinem Blut in meinem Herzen.

Stille! Sodass ich mich für immer bemühe,
In meinen Ohren klingt ein entferntes Hallen.
Stille! Sodass ich für immer fühle,
Wie weitere Tränen auf deine Wunden fallen.

Jedes Mal, wenn du dich mir verschließt,
Leide ich mit dir in deiner Einsamkeit.
An dich gebunden für die Ewigkeit,
Durch das schwesterliche Blut, das durch unsere Adern fließt.

So lass mich doch endlich rein,
Damit ich dir helfe in deiner Trauer.
Sonst bin auch ich in der Kälte allein,
Und meine Hilflosigkeit färbt meine Tage noch grauer.
Denn eines muss für dich klar sein:
Jeder Schnitt macht mich ein bisschen rauer, denn
Versunken bin auch ich tief in gemeinsamer Trauer.

Stille! Hole Luft und lass uns lauschen,
Lass das Messer stumpf und habe Mut.
Dein wertvolles Blut, hörst du es rauschen?
Das Meer des Friedens, spürst du die Flut?

© by Sarah, Oktober 2006

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