Freitag, 6. Mai 2011
Beziehungsstatus: Gestört
Ich höre Dich flüstern, ich höre Dich schreien
Ich sehe Dich lachen, ich sehe Dich weinen
In einem Moment noch nah bei mir
Im nächsten schon wieder weit weit fort von hier
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
Die Stimmung ist am kippen
In der nächsten Sekunde wird schon gestritten
Die Sitten, die Moral
Du vergisst alles, wirst zur unerträglichen Qual
Ja, Du hältst Dich nie zurück
Lässt einfach alles raus
Zerreißt mein Herz, Stück für Stück
Meine Gefühlen sind egal, machst Dir nichts draus
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
Es gibt nichts, dass Du Dich nicht traust
Im Streit bist Du mir fremd
Mitten ins Gesicht, voll mit der Faust
Das Urteil längst gefällt, die Strafe verhängt
Irgendwann dann tut Dir alles Leid
Wimmernd bittest Du mich um eine letzte Chance, Du wärst nun bereit
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
Doch habe ich Dir nicht gestern schon zum letzten Mal verziehen, wie schon in der Vergangenheit?
Hatten wir nicht gestern genau den gleichen Streit?
Ist nicht langsam mal die Grenze erreicht?
Für einen Schlussstrich nicht allerhöchste Zeit?
Meine Wunden erzählen alle die gleiche Geschichte
Und trotz Versprechen ist keine Änderung in Sicht
Es gibt so vieles, auf das ich verzichte
Nur um zu sehen, wie dein Versprechen bricht
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
Doch ich komme nicht von Dir los
Irgendwie bist Du immer da, spendest Trost
Ohne das Uns kann ich nicht leben
Wann wird es eine Schwäche, anderen zu vergeben?
Es wird immer so weitergehen
Niemand außer uns kann dies verstehen
Wir spüren zwar den Hass und die Schmerzen
Doch sie verstärken nur die Liebe in unseren Herzen
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
Das ist krank, das ist unerhört
Unser Beziehungsstatus: Dauerhaft gestört
Doch ich will kein Vorbild sein
Besser gedemütigt als allein
All die, die gegen uns sind
All die, die sagen, ich sei blind
All die Stimmen der Vernunft
Lassen wir stur hinter uns zurück
Auf dem Weg in unsere Zukunft
Auf der Suche nach dem vermeintlichen Glück.
Du liebst mich, Du schlägst mich
Du lässt mich fallen, Du trägst mich
© by Sarah, Mai 2011
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