Montag, 28. Februar 2011
Die Würde im Kreis
Vergangene Tage
Wo sind all die Stunden hin?
An die glücklichen Momente erinnere ich mich vage
Wie schnell die Zeit damals doch verging
Jetzt hat sich das Blatt gewendet
Der Wind hat sich gedreht
Die Sonne wärmt nicht mehr, sie blendet
Und ich bin nun die Fremde, die all dies nicht versteht
So viele Veränderungen, die Lücke ist zu groß
Eure Gesichter sind verdeckt, Hand in Hand
Und jedes geschwiegene Wort ist wie ein gezielter Stoß
Dabei stehe ich doch schon mit dem Rücken zur Wand
Der Kreis schließt sich, ganz ohne mich?
Falls ihr mich jemals wieder braucht, sagt einfach Bescheid
Denn für euch mache ich mich gerne lächerlich
Gebe mich auf, verliere meine Würde und Freiheit
Und wenn euch Tritte und Schläge nicht mehr reichen
Wenn der Hass irgendwann ganz gewinnt
Wenn Tage ohne einen lichten Augenblick verstreichen
Wenn euch nur noch Blut Freude bringt
Dann werdet ihr vor meinem Grab stehen
Denn ihr wolltet mich leiden sehen, um jeden Preis
Mehr als nur ein Schritt zu weit, kein Versehen
Am Ende bin ich wieder Teil der Gruppe, liege tot in der Mitte vom Kreis.
© Sarah, Februar 2011
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